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Horze Guide

Die richtige Auswahl und Pflege des Putzzeuges


Vor jedem Ritt muss das Pferd ordentlich gestriegelt und geputzt werden. So sieht das Pferd für den Ritt nicht nur viel sauberer aus, sondern durch das Putzen werden auch Druckstellen durch Dreck unter dem Sattelzeug vorgebeugt. Davon abgesehen regt ausgiebiges Putzen vor dem Reiten die Durchblutung an und stärkt zudem die Bindung zwischen Pferd und Reiter.

Doch genau wie das Sattelzeug, muss natürlich das Putzzeug auch gelegentlich gesäubert und gepflegt werden. Dies verbessert die Lebensdauer der hochwertigen Bürsten und hilft auch dabei, die Ausbreitung von Hautpilzen oder Ähnlichem bereits im Keim zu ersticken. Es versteht sich von selbst, dass jedes Pferd im Stall sein eigenes Putzzeug haben muss. Auch das ist ein Schutz davor, dass eventuelle mikroskopisch kleine Schädlinge sich im ganzen Stall ausbreiten können.

Egal ob Striegel, Kardätschen oder Wurzelbürsten - in jedem Bereich gibt es ganz unterschiedliche Modelle, die alle ihren bestimmten Zweck erfüllen.

Die Aufbewahrung

Das Putzzeug jedes Pferdes muss natürlich ordentlich aufbewahrt werden. Hier gibt es Putzkisten und verschiedene Putztaschen zur Auswahl.

Wer oft im Freien putzt und so das Putzzeug auch bei einem plötzlichen Regenguss trocken halten will, wird wahrscheinlich eher eine Putzkiste wählen. Gereinigt wird die Box, in dem zuerst alle losen Haare ausgeschüttelt werden und die Box danach mit einem Gartenschlauch ausgespritzt wird. Gegebenenfalls kann die Box danach auch noch desinfiziert werden.

Putztaschen bieten meist mehr Platz für Putzzeug als man auf den ersten Blick vermuten würde und sind handlicher und leichter als Putzkoffer. Je nach Modell sind sie oft bei 30 Grad waschbar und deswegen sehr pflegeleicht.

Die Striegel

So dick das Fell des Pferdes auch sein mag: harte Plastikstriegel oder gar Metallstriegel sollten niemals dazu verwendet werden, das Fell des Pferdes aufzurauhen. An empfindlichen Stellen wie Schulter oder Hüfte sind harte Striegel sehr unangenehm für das Pferd. Diese Art von Striegel ist allerdings bestens dazu geeignet, Staub und Fell aus der Kardätsche auszustreichen, da sie den Schmutz durch einfaches Ausklopfen am Boden auch sehr leicht wieder abgeben.

Um das Fell aufzurauhen, groben Schmutz und lose Haare zu entfernen, verwendet man am Besten einen Gummistriegel. Hier gibt es viele große und kleine Modelle, mit weichen Gummizacken, flache Varianten, oder sogar solche, die das Pferd sanft beim Putzen massieren. Welche Variante die Beste ist, entscheidet im Zweifel das Pferd. Jedes Tier hat andere Vorlieben und so kann man ruhig mal den einen oder anderen neuen Striegel ausprobieren. Grundsätzlich entfernt ein Striegel mit höheren "Zacken" besser loses Fell, während ein flaches Exemplar besser Staub entfernt.

Sogenannte Federstriegel gehören zu den Sondermodellen unter den Striegeln. Auch sie bestehen aus Metall, sind aber dabei biegsam und weich wie ein Schweißmesser. Ihre großen Metallzacken können eine große Hilfe bei extrem dichtem Fell im Winter sein, sowie beim Fellwechsel. Vor allem robust gehaltene Pferde lassen sich so leicht putzen. Dabei muss immer darauf geachtet werden sehr vorsichtig vorzugehen, niemals gegen den Strich zu putzen und auf eventuelle Zeichen von Unzufriedenheit beim Pferd zu achten.

Gummistriegel lassen sich sehr einfach reinigen, in dem man sie in einen Eimer mit warmem Wasser und mildem Shampoo gibt und danach mit einem Schwamm reinigt. Auch Gummistriegel können danach noch desinfiziert werden. Metallstriegel sollten, wenn sie einmal nass gereinigt werden müssen, danach sofort sorgfältig abgetrocknet werden, da sie sonst schnell rosten.

Die Kardätschen

Besonders weiche Kardätschen aus Echthaar sind langlebige und hochwertige Utensilien um empfindliche Stellen beim Pferd zu putzen, zum Beispiel den Kopf. Außerdem gelingt es mit solchen Kardätschen besonders leicht feinen Staub aus dem Fell zu holen. Bürsten mit etwas härteren Borsten eignen sich dagegen besser dazu, gröberen Schmutz und lose Haare wegzuputzen. Es empfiehlt sich also auf jeden Fall zwei verschiedene Kardätschentypen zu benutzen.

Kardätschen sollten nur an warmen, sonnigen Tagen gereinigt werden, damit die Borsten gut trocknen können und kein unangenehmer Geruch entsteht. Auch die Kardätschen können mit warmem Wasser und mildem Shampoo gereinigt werden. Wenn die Bürsten einen Holzrücken besitzen, sollte dieser nach Möglichkeit aber nicht mit dem Wasser in Berührung kommen, weil das Holz sonst aufplatzen könnte. Sollten Sie keine Möglichkeit haben, Ihre Kardätschen an der Sonne trocknen zu lassen, können Sie sie auch trocken fönen. Ein bisschen Lederfett auf der Handschlaufe, wenn diese aus Leder ist, erhält die Langlebigkeit des Materials.

Sonstige Putzutensilien

Auch bei den Wurzelbürsten empfiehlt es sich zwei Varianten zu besitzen: eine grobe für die Hufe und eine etwas weichere für das Fell. Sie können wie Kardätschen gereinigt werden. Bürsten für Mähne und Schweif haben meist Talgrückstände, die schwer zu entfernen sind. Diese können mit mildem Shampoo und einer Wurzelbürste in der Regel gut weggerieben werden.

Lammfellhandschuhe geben dem Fell den letzten Schliff und entfernen feinen Staub. Sie können meist laut Waschanleitung bei 30 Grad mit einem speziellen Waschmittel für Lammfellprodukte gewaschen werden.

Ganz am Schluss erst sollte man Hufkratzer reinigen, weil diese am meisten Bakterien aufweisen. Auch sie können in den Eimer mit warmem Wasser und Shampoo gegeben werden. Mit einer groben Bürste bekommt man leicht den Schmutz weg.

Durch all diese Maßnahmen werden Sie und Ihr Pferd lange Freude an Ihrem Putzzeug haben.


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