Spare 8 € bei allen Fliegenschutzprodukten ab einem Bestellwert von 80 €!*
Code erhalten
Horze Guide

10 Tipps zum Reiten im Winter


Pferde, die in der kalten Jahreszeit in den Winterschlaf fallen und bei angenehmeren Temperaturen wieder aufwachen, wurden bisher noch nicht entdeckt. Deswegen hilft alles nichts: auch wenn es draußen nass, kalt und unangenehm ist, muss das Tier bewegt werden. Mit den entsprechenden Vorkehrungen kann man sich selbst und natürlich auch seinem Pferd den Winter angenehmer machen.

Tipp 1: Kalte Füße vermeiden

Es gibt kaum etwas unangenehmeres, als langsam aber stetig das Gefühl in eiskalt gefrorenen Füßen zu verlieren. Sind die Füße erst einmal kalt geworden, hilft fast gar nichts mehr. Besser ist es also, es gar nicht so weit kommen zu lassen! Thermo-Reitstiefel halten Füße und Unterschenkel sogar bei Schneeausritten angenehm warm. Wer auch im Winter nicht auf seine normalen Lederreitstiefel verzichten will, für den empfehlen sich Thermo-Stallschuhe. Diese werden beim Putzen und gleich nach dem Reiten wieder getragen. Die Lederstiefel werden wärend des Putzens mit einem Handwärmer zum Knicken aufgewärmt. Mit solch einem Handwärmer können ebenfalls die Thermo-Stallschuhe warm gehalten werden, solange Sie reiten. So kann Ihnen ein langer Stalltag auch bei Minusgraden nichts anhaben!

Tipp 2: Immer den Kopf warm halten

Menschen verlieren die meiste Wärme über den Kopf. Darum ist es am besten immer ein Mütze zu tragen, um das zu verhindern. Solange der Reithelm getragen wird, können Ohrwärmer zumindest die Ohren warm halten.

uch ein warmer Schal hilft effektiv dabei, den Wärmeverlust nach oben aus der Jacke heraus einzudämmen.

Tipp 3: Alles Thermo oder was?

Bei der Reitausrüstung gibt es alles in Sommer- und Wintervarianten. Während die Sommervarianten auf optimale Belüftung und einen guten Feuchtigkeitstransport ausgelegt sind, verhindern die Thermo-Varianten für den Winter das Auskühlen. Thermo-Reithosen, Thermo-Reithandschuhe, Thermo-Reitstiefel, warme Socken und ein warmer Pullover sind ein absolutes Muss im Winter!

Tipp 4: Die richtige Jacke

Im Winter ist es besonders wichtig, eine sehr warme Jacke zu besitzen. Mischmaterialien aus Daune und Polyester isolieren besonders gut gegen die klirrende Kälte. Im besten Fall ist eine gute Winterjacke auch noch schmutz- und feuchtigkeitsabweisend, um auch bei Schneefall noch warm und trocken halten zu können.

Wenn Sie viel in der Reithalle trainieren, empfiehlt sich der Zwiebel-Look: ein atmungsaktiver Pullover, über den eine Weste getragen wird und über den Sie wiederum Ihre warme Winterjacke anziehen. So können Sie nach dem Aufwärmen Ihre warme Winterjacke ausziehen und haben immer noch die Weste, um nicht auszukühlen.

Tipp 5: Die kleine Stärkung zwischendurch

Ein heißer Tee oder sogar eine warme Suppe wärmt und tut gut. Besonders wenn Sie mehr als ein Pferd an einem Tag reiten, können Sie eine solche Pause genießen. Auch wenn es bei Ihnen im Stall kein Reiterstüble geben sollte: mit dem Einverständnis der Stallbesitzer lässt sich auch eine kleine Sattelkammer mit ein paar Stühlen, Pferdedecken, einem Wasserkocher und Tee oder Tütensuppen ganz schnell zur "Wärmetankstelle" umfunktionieren.

Tipp 6: Immer gesehen werden

Besonders in der kalten Jahreszeit passiert es schnell, dass man beim Ausritt unbeabsichtigt in die Dämmerung kommt. Sorgen Sie vor und stellen Sie sicher, dass Sie und Ihr Pferd jederzeit gesehen werden durch reflektierende Gamaschen, Nierendecken, Jacken, eine Lampe, und so weiter. Denken Sie daran immer Pferd UND Reiter mit Leuchtmitteln auszustatten. Sollten sich Ihre Wege während des Ausrittes doch jemals trennen, haben Sie so Ihr Bestes getan, damit beide wieder sicher nach Hause kommen. Wenn Sie einen Hund dabei haben, sollte auch dieser unbedingt ein leuchtendes Halsband tragen. Gewöhnen Sie Ihr Pferd aber rechtzeitig an all diese blinkenden und leuchtenden Gegenstände. Nicht selten hat schon der eigene Hund zu schwierigen Situationen geführt, wenn er in der Dunkelheit blinkend und leuchtend aus dem Gebüsch sprang.

Tipp 7: Das Pferd warm halten

Pferde kommen mit Kälte grundsätzlich viel besser klar als mit Hitze. Einige Pferde genießen es besonders, im Winter bei Tiefschnee über die Koppel zu toben. So ist es bei einem robust gehaltenen Pferd mit viel Winterfell auch meist nicht nötig, eine Decke aufzulegen. Bei einem Pferd aus Boxenhaltung mit wenig Winterfell sollten Sie aber bei Ausritten immer eine Nierendecke auflegen, damit die Muskulatur bei langen Schrittphasen nicht auskühlt. Das wird besonders empfohlen bei Pferden, die im Winter eingedeckt oder sogar geschoren sind. Eine Nierendecke wird direkt am Sattel fixiert, rutscht nicht und wird von den meisten Pferden in allen Grundgangarten problemlos akzeptiert.

Tipp 8: Keine Erkältung riskieren

Der dicke Winterpelz einiger Pferde birgt auch ein gewisses Risiko: sind die Temperaturen einmal nicht ganz so tief schwitzen die Pferde sogar bei leichter Arbeit sehr schnell. Ist das Pferd einmal nass, trocknet es nur sehr langsam wieder. Bei nassem Fell besteht immer die Gefahr einer Erkältung!

Deswegen sollten Sie darauf achten, Ihr Pferd im Winter nach Möglichkeit gar nicht erst zum Schwitzen zu bringen. Eine dicke Abschwitzdecke transportiert die Feuchtigkeit schnell nach Außen und schützt das Pferd vor Zugluft und vor dem Auskühlen. Als weitere Maßnahme können Sie stark verschwitzte Pferde auch unter dem Pferdesolarium trocknen lassen, falls vorhanden.

Tipp 9: Eindecken falls notwendig

Über den richtigen Zeitpunkt des Eindeckens mit einer Winterdecke scheiden sich die Geister. Doch wann ist eine Winterdecke für das Pferd überhaupt sinnvoll? Pferde, die robust gehalten und in den Wintermonaten nur sehr wenig gearbeitet werden, brauchen in der Regel keine Winterdecke. Alle Pferde, die im Winter normal gearbeitet werden und dazu neigen, ein dickes Winterfell zu bekommen, sollten bei Bedarf geschoren und danach eingedeckt werden. Die dicke Winterdecke ersetzt die wärmende Wirkung des Felles, während das Pferd nicht bewegt wird. Im Training schwitzt das Pferd dann nicht so stark und trocknet danach auch wieder schneller. Bei geschorenen und/oder eingedeckten Pferden ist besonders wichtig darauf zu achten, das Tier mit einer Nieren- oder Abschwitzdecke vor dem Auskühlen zu bewahren.

Tipp 10: Nichts riskieren

So schön Ausritte im Schnee auch sind, sie bergen auch einige Gefahren: Löcher im Boden können übersehen werden und zur gefährlichen Stolperfalle werden. Eisflächen unter dem lockeren Schnee oder auf der Straße können zu gefährlichen Verletzungen führen.

Bei unklarer Bodensituation ist es also immer besser, nicht auszureiten.

Anders als wir Menschen lieben die meisten Pferde den Winter. Mit der richtigen Ausrüstung kann er auch uns nichts mehr anhaben. Wir wünschen Ihnen, dass Sie gut durch die kalte Jahreszeit kommen.

Reiterausrüstung jetzt einkaufen