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Horze Guide

Was macht einen guten Reithandschuh aus?


Im Reitsport gibt es generell ein großes Angebot an Ausrüstung, somit auch an Materialien, und speziell bei Reitbekleidung auch an Passformen. Dies alles entstand aufgrund der verschiedenen Vorlieben eines jeden Reiters. So auch bei Handschuhen.

Einsatzgebiet und Veranlagung

Ein Reiter benötigt Handschuhe auch nicht nur zum Reiten an sich, sondern auch für die gesamten Arbeiten rund um das Pferd, wie zum Beispiel die Pferdepflege im Winter, der Stallarbeit, dem Instandhalten der Reitanlage, bei der Bodenarbeit mit dem Pferd, einfach überall.
Hat der Reiter eventuell auch noch empfindliche Hände, sodass es ohne Handschuhe schnell zu übler Blasenbildung kommt, sollte in jedem Fall immer zu Handschuhen gegriffen werden. Lieber investiert man im Vorfeld etwas mehr und etwas öfter Geld, als dass man bei Blasen an der Hand oder an den Fingern tagelang kaum mehr etwas anfassen kann.

Das Angebot

Die Hersteller von Reithandschuhen gehen auf die verschiedenen Belange ein und kreierten Handschuhe aus den verschiedensten Materialien von Strick über Kunstleder bis hin zum Handschuh aus Echtleder. Zudem gibt es leichte und schwere Modelle, die dann dem entsprechend im Sommer oder im Winter einzusetzen sind.

Vorlieben des Reiters

Ein Reiter muss mit der Zeit durch das Ausprobieren verschiedener Handschuhe herausfinden, welche Art von Handschuh am besten zu ihm passt. Viele kleinere Reiter mit kleinen Händen haben gerne dünne aber robuste Handschuhe, damit in den Händen noch genügend Platz für die Zügel vorhanden ist. Reiter mit größeren Händen bevorzugen oftmals kräftige Handschuhe. Dennoch ist dies alles von Reiter zu Reiter unterschiedlich.

Echtleder

Echtleder hat den Vorteil, dass es unheimlich robust ist. Das Vorurteil, dass es bei Nässe rutschig wird stimmt nicht. Jedoch muss man sehr darauf achten, dass wenn die Handschuhe aus Echtleder nass geworden sind, zum Trocknen nicht auf die Heizung gelegt werden. Dadurch zieht sich das Leder extrem zusammen und wird steif, die Passform ist nicht mehr gegeben und ist für den Reiter unangenehm. In dem Fall sollten die Handschuhe nur an der Luft getrocknet werden. Hierfür können sie zum Beispiel über Gerten gestülpt werden.

Kunstleder

Kunstleder hat ähnliche Eigenschaften wie Echtleder. Mit dem Unterschied, dass Kunstleder auch gewaschen werden kann. Dies ist insofern ein Vorteil, weil beim Tragen der Handschuhe geschwitzt wird und ein unangenehmer Geruch in den Handschuhen entstehen kann. Kunstleder ist auch nicht anfällig bei Nässe und verzieht sich in der Regel nicht. Deshalb steigen sie in der Gunst der Reiter enorm.

Synthetisches Material

Sehr günstige Handschuhe aus Kunststoffmaterial sind für Reiter, die viel reiten, eher wenig geeignet. Man spricht hier von einer Preiskategorie bis 10€. Das Material ist nicht sehr robust. Allerdings sehr empfehlenswert bei Kindern, die einmal die Woche reiten. Handschuhe aus Kunstfasern sind preisgünstig und da Kinder schnell aus den Handschuhen hinaus wachsen können, ist der Preis kein Hindernis, öfters neue Handschuhe zu kaufen.

Für die Stallarbeit

Für die Stallarbeit bieten sich gestrickte Handschuhe sehr an. Diese passen sich flexibel an die Hand an, sind nicht zu dick und halten dennoch die Kälte fern. Der Träger hat immer noch Gefühl in seinen Fingern. Zum Ausmisten der Boxen oder zum Füttern, auch zum Putzen des Pferdes, sind diese Handschuhe sehr gut geeignet. Der Nachteil ist, dass Haare mehr daran hängen bleiben. Doch bei der Größe von Handschuhe ist auch das Abstreifen der Haare in einem überschaubaren Rahmen.

Dennoch gilt, dass jeder für sich selbst herausfinden muss, mit welcher Art von Handschuhen, mit welchen Materialien, er am besten zurechtkommt, mit was er das beste Gefühl hat und welcher Handschuh auch den besten Nutzen zu einem vernünftigen Preis bietet.

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